Triggerpoint und Myofaszientechnik

Spannungskopfschmerz, Migräne und Rückenschmerz - oft durch Triggerpunkte verursacht

 

 

Triggerpunkte führen sowohl spontan als auch auf mechanische Belastung hin zu Schmerzen. Fast jeder kennt Spannungskopfschmerzen bei längerem Lesen zur Prüfungsvorbereitung oder aber auch bei der Arbeit am Computer. Die Kopfschmerzen treten oft beidseitig im Hinterkopf und Nacken bis hin zur Stirn mit Betonung der rechten Seite bei Rechtshändern auf. Die dafür verantwortlichen Triggerpunkte liegen meisten im Trapezmuskel sowie im Bereich der Kopfstrecker. Bei Spannungskopfschmerzen im Bereich des Scheitels und des Auges liegen die entsprechenden Triggerpunkte im Bereich der Kaumuskulatur. Die betroffenen knirschen oft in der Nacht mit den Zähnen, das Gesicht wirkt durch die vergrößerte Kaumuskulatur relativ breit und pausbäckig. Auch hier ist oft eine Seite stärker betroffen als die andere.
Erst in letzter Zeit hat sich herausgestellt, dass auch viele Migräneattacken offensichtlich auch muskulär, durch Triggerpunkte mitbedingt sind. Es gibt kaum einen Migränepatienten, der nicht zumindest gelegentlich auch unter Spannungskopfschmerzen leidet. Auch die meisten Rückenschmerzen sind durch Triggerpunkte verursacht. So manche Röntgenaufnahme und so manches Schichtröntgen ist schlichtweg überflüssig. Ein nachgewiesener Bandscheibenvorfall oder auch der sogenannte "Verschleiß" schlicht und ergreifend nur ein Zufallsbefund. Ein durch Triggerpunkte ausgelöster Rückenschmerz kann bis ins Bein hineinstrahlen und durch einen Bandscheibenvorfall hervorgerufenen Schmerz täuschend ähnlich sein.

 


Was sind Triggerpunkte?


Unter den oben beschriebenen Umständen existieren in den Muskeln, Sehnen und Gewebe, die die Muskeln untereinander und an den Knochen bindet (Bindegewebe, Faszien) kleine, manchmal nur ein paar Millimeter große Bereiche, eben Punkte, die verändert, gequollen und berührungs- und druckschmerzhaft sind. Häufig schmerzt nicht dieser Punkt sondern auch ein anderer, sogar ein entfernter Bereich sogar in einem anderen Muskel. Dann sprechen wir über sekundäre Triggerpunkte und projizierten Schmerz. Die Triggerpunkte tun nicht nur bei Berührung und Druck weh, sie verursachen Schmerzen in den Gelenken, bei den Sehnen, und Sehnenscheiden bei Bewegung der entsprechenden Muskeln.
 

 

Verhärtete Stellen in der Muskulatur, so genannte Triggerpunkte, sind eine häufige Ursache von Schmerzen im Bewegungssystem. Werden die Knötchen nicht behandelt, spielen sie bei der Entstehung chronischer Schmerzen eine Rolle und könnten vor allem auch an anderen Stellen des Bewegungssystems Beschwerden verursachen.
 

Masseure, Physiotherapeuten und Ärzte können sie tasten, Patienten spüren sie bei Druck ebenfalls: so genannte Triggerpunkte, die früher auch Myogelosen genannt wurden. Dabei handelt es sich »um eine überempfindliche Stelle in einem tastbaren verspannten Bündel von Muskelfasern«,

 

Akute Triggerpunkte, die nicht behandelt werden, sind nach Meinung der Experten ein Grund für chronische Schmerzen am Bewegungssystem und vor allem Rückenschmerzen. Die Muskelknötchen entstehen etwa dann, wenn Muskeln ständig angespannt und nicht entspannt werden, beispielsweise an Computerarbeitsplätzen. Sie bilden sich in der Mitte der Muskelfaser, dort, wo eine Nervenendigung über eine »motorische Endplatte« Bewegungsimpulse an den Muskel übermittelt. Wird Druck auf den Triggerpunkt ausgeübt, empfindet dies der Patient als stark schmerzhaft - und er erkennt diesen Schmerz »als seine Beschwerden«,

 

Schon früher gab es Ärzte und Forscher, die die Bedeutung der Muskeln für die Entstehung der Schmerzen des Bewegungsapparates erkannt haben. Die "Leibärztin" des amerikanischen Präsidenten J. F. Kennedy, Frau J. Travell und ihr Kollege D. G. Simons, verhalfen mit ihrem zweibändigen Buch " Myofascial Pain and Dysfunction. The Trigger Point Manual" zum Durchbruch dieser wichtigen Kenntnisse und der darauf gegründeten sehr wirksamen Therapiemöglichkeiten. Man nennt diese Methode "Triggerpunkt-Therapie" oder offiziell "Myofasziale Triggerpunkt-Therapie".